Über Youpedia

Unterwegs in Kultur und Geschichte. Eine Online-Plattform von Jugendlichen für Jugendliche.

Jugendlichen einen selbstbestimmten und partizipativen Zugang zu Kultur und Geschichte zu verschaffen, ist das Ziel des Bildungsprojekts YOUPEDIA.

Junge Menschen setzen sich im Rahmen eines (mehrtägigen) YOUPEDIA-Projekts kreativ, gegenwarts- sowie lebensweltbezogen mit den historischen Artefakten sowie Architekturen eines Ortes auseinander und erkunden dabei kulturelle, historische Denkmäler im öffentlichen Raum, Museen und Gedenkstätten. Im Zentrum stehen die Sichtweisen der Jugendlichen auf kulturgeschichtliche Themen, die sie in eigenen kreativen Auseinandersetzungen (z.B. Kurzfilme, Audiobeiträge, Texte oder Bildcollagen) bearbeiten und wiederum anderen Jugendlichen auf der projekteigenen Webseite vermitteln können. Damit stellen sie eine Brücke zur Gegenwart her – und zwar so, wie sie diese selbst wahrnehmen. Diese Erfahrungen und Auseinandersetzungen werden  mithilfe der Anfang 2019 fertig gestellten Software YOUPEDIA auf der gleichnamigen Webseite öffentlich gemacht. Der Einsatz mobiler Endgeräte (Tablets/Smartphones) und des Internets durch die Jugendlichen spielt dabei eine wichtige Rolle. Da der Umgang mit Medien zum Alltag von Jugendlichen gehört, erhalten sie mit diesem Projekt die Chance, ihre Medienkompetenz durch aktives Handeln zu stärken. Für die Auseinandersetzung nutzen sie verschiedene Medien, um sich zu informieren, zu kommunizieren und die eigenen Sichtweisen medial auszudrücken. Jugendliche werden dadurch selbst zu Produzenten von Geschichte und Kultur eines Ortes. Das Projekt knüpft so einerseits am Interesse der heutigen Jugendlichen an und stellt andererseits auch Bezüge zum Lehrplan her (z.B. Geschichte, Deutsch, Ethik/Religion, Kunst etc.). Das Angebot kann sowohl im Rahmen schulischer als auch nicht schulischer Projekte und Exkursionen stattfinden und spricht damit Jugendliche der non-formalen Jugendbildung genauso an wie die aller Schularten ab Sekundarstufe I.

YOUPEDIA vor Ort: Ablauf

An den einzelnen Orten erhalten die Jugendlichen themenspezifische Führungen, besuchen zudem mit Tablets oder Smartphones eigenständig relevante Orte z.B. in Museen oder auch im Außenraum, und recherchieren zu selbstgewählten Themen. Ihre Eindrücke und Ergebnisse halten sie auf den Tablets fest. Im Anschluss  erstellen die Jugendlichen in Kleingruppen kreative Produkte in Form von bspw. Kurzfilmen, kleinen Hörspielen, Text-Bildgeschichten oder reinen Textbeiträgen. Diese werden zum Teil auf eine redaktionelle Zwischenebene der Webplattform unter dem jeweiligen lokalen Bezugsraum geladen (Landingpage für jeden Ort), wo sie nochmals umsichtig redaktionell geprüft werden. Die Ergebnisse werden vor der Gesamtgruppe präsentiert und dienen damit auch der vertiefenden Diskussion eines Themas (dies kann z.B. auch nach dem Projekt im Unterricht fortgesetzt werden). Sind die Jugendlichen einverstanden, können ausgewählte Artikel freigeschaltet werden (Teilnehmende und ggf. Erziehungsberechtige müssen hierfür eine Einverständniserklärung abgeben).

Über eine Online-Karte werden die erarbeiteten Projektergebnisse mit den jeweiligen Orten verknüpft. So ist eine Navigation durch den Stadtraum oder ein Gedenkstättengelände möglich. Auf diese Weise können auch andere Besuchergruppen YOUPEDIA.de als Navigationssystem nutzen und erfahren, was Jugendliche über die Geschichte und Kultur vor Ort zu vermitteln haben.

YOUPEDIA wird auf Grundlage der Erfahrungen aus den Projekten »Weimarpedia« (Klassik Stiftung Weimar) und »Grenzgeschichten« (Stiftung Zuhören / Bayerische Sparkassenstiftung) in einer Kooperation zwischen der Klassik Stiftung Weimar und dem Deutschen Jugendherbergswerk entwickelt.

YOUPEDIA ist ein bundesländerübergreifendes Projekt und wird zunächst als bayerisch-thüringische Kooperation entwickelt, wobei perspektivisch eine Erweiterung auf andere Bundesländer mitgedacht wird. Eine thematische Verlinkung der jeweiligen Projekte über den einzelnen Ort hinaus soll durch die gemeinsame Webseite ermöglicht werden und überregionale Zusammenhänge sichtbar machen.