Schillerporträt von Conrad Westermayr
Das Schillerporträt von Conrad Westermayr hängt im Dienerzimmer in Schillers Wohnhaus, jedoch ist das heutige Exemplar nicht mehr das Original. Es zeigt Schiller von rechts im Profil mit rötlich-braunem Haar und Zopf. Auf dem Bild trägt er einen braunen Rock und ihn schmückt ein gelblich-weißes Halstuch. Das Bild hat einen dunkelgrünen Hintergrund. Aufgrund seiner geringen Größe und der dunklen Farben wirkt das Bild auf den Betrachter eher unscheinbar und melancholisch. Durch die schlechten Lichtverhältnisse im Dienerzimmer ist das Porträt auch schwierig zu erkennen. Wie man sehen kann, erscheint Schiller auf diesem Porträt sehr blass. Das liegt daran, dass dieses Porträt im Jahre 1805 entstand, als Friedrich Schiller schon sterbenskrank war. Noch im gleichen Jahr verstarb Friedrich Schiller an seinen vielen Krankheiten. Die Frage, die sich stellt, ist, warum Schiller ein Porträt von sich malen lässt, anstatt sich auszukurieren. Es lag mit Sicherheit daran, dass Schiller keinen linearen Gesundheitszustand hatte, es war eher wie eine Sinuskurve. Er hatte abwechselnd Hoch- und Tiefpunkte. Das Besondere an diesem Bild ist, dass es im Vergleich zu anderen den ungeschönten, alten Schiller zeigt. Zum Beispiel zeigt die Büste Schillers im Herrensalon im Gegensatz zu diesem Porträt Schiller im Stil einer griechischen Gottheit. Auf anderen Porträts wirkt Schiller sonst eher locker und zufrieden, wie zum Beispiel auf dem Porträt, das von Anton Graff gemalt wurde. Im Endeffekt kann man sagen, dass dieses Bild eines der bedeutendsten Porträts Schillers ist.